Historie
Der Geist der freien Genossenschaft ist der Geist der modernen Gesellschaft
Genossenschaft hat Tradition
Genossenschaften haben in Deutschland eine lange Tradition, immer wieder mit Innovationen die Zukunft zu gestalten. Dieser Tradition des Blickes in die Zukunft hat sich die BWG Halle-Merseburg e.G. verschrieben. Wir sind geprägt von starken gesellschaftlichen Wandeln und Umbrüchen und diesen immer mit Mut begegnet. In diesem Sinne gehen wir auch weiter in die Zukunft.
Die Genossenschaft ändert sich
“Genossenschaftliche Traditionen zu erhalten und weiter zu entwickeln, das ist nicht nur die Idee, sondern die Stärke der Genossenschaft.”
Kleiner und qualitativer
Unsere Genossenschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wir mussten uns in der Vergangenheit vielen neuen Herausforderungen stellen. Mit Ausnahme unserer beiden „Gründungswohngebiete" in Halle-Rosengarten und Merseburg-Nord, setzte sich unser Wohnungsbestand im Jahr 1990 überwiegend aus der komplexen Bauweise, wie es in der DDR üblich war, zusammen. Mehrheitlich befanden sich unsere Wohnungen in den vier Großwohnsiedlungen unserer Stadt, Halle-Neustadt, Halle-Süd II, Halle-Silberhöhe und Heide-Nord. Doch die Veränderungen am Wohnungsmarkt machten Entscheidungen notwendig.

Bereits im Jahr 2000 fasste unsere Mitgliedervertreterversammlung den Beschluss, des langfristig vollständigen Rückzugs aus den Wohngebieten Heide-Nord und Halle-Silberhöhe. Gleichzeitig zeigte sich nach und nach der Trend, dass das Wohnen im Altbau von vielen Hallensern bevorzugt wird. Deshalb machten wir einen für uns großen Schritt in die hallesche Innenstadt und erwarben im Jahr 2008 mit der Wielandstraße 20-24 die ersten 36 Wohnungen im gründerzeitlichen Norden der Stadt. Die Ergebnisse überzeugten durchweg und waren Motivation knapp 3 Jahre später weitere elf interessante Innenstadtimmobilien im gründerzeitlichen Norden, in der südlichen Innenstadt und in der Altstadt dazu zu kaufen. Insgesamt wuchs unsere Genossenschaft um 211 Wohnungen mit einer Fläche von ca. 20.000 m².

Genossenschaftliches Leben ist so vielfältig, wie die Menschen die sich entscheiden, Mitglied unserer Genossenschaft zu werden.
Im Mai 2009 riefen wir in unserer Genossenschaft ein eigenes Sozialmanagement ins Leben. Ziel war es, die bereits von einigen Mitgliedern organisierten Veranstaltungen zu bündeln und auszubauen. Vor allem wollten wir Hilfestellungen anbieten. Es galt die bestehenden Vereinbarungen mit Sozialvereinen und Verbänden zu ordnen und zu koordinieren.
Barrierefrei in die Zukunft
Die Nachfrage nach barrierefrei erreichbaren Wohnungen wächst zusehends. Deutlich spürbar ist dies vor allem bei unseren Mehrfamilienhäusern mit fünf bzw. sechs Geschossen. Nachdem wir viele Projekte mit einigem Zeitaufwand immer wieder diskutiert haben, stand fest, dass es nicht nur darum geht, einige Wohnungen über einen Aufzug zu erreichen, sondern dass ein Aufzug möglichst alle Wohnungen erschließen sollte und ohne Hauseingangstreppe barrierefrei zugänglich ist.
Im Ergebnis machten wir im Jahr 2011 einen ersten Versuch das Problem über einen im Treppenhausschacht fahrenden Aufzug in Kombination mit einem im 5. Obergeschoss im Inneren des Gebäudes liegenden Verbindergang zu lösen. Der sich anschließende Vermietungserfolg gab uns einerseits Recht und spornte an, barrierefreie Konzepte weiterzuentwickeln.
Ausblick
In der 70-jährigen Geschichte unserer Genossenschaft haben wir viel erreicht. Jetzt warten neue Herausforderungen auf uns. An erster Stelle werden wir uns mit dem gesamtgesellschaftlichen Problem des demographischen Wandels auseinandersetzen. Zukünftig gilt es, die Barrierefreiheit noch stärker in den Mittelpunkt von Sanierungen und Modernisierungen zu stellen. Gleiches gilt für die Ausstattung der Wohnungen mit zukunftsweisenden Assistenzsystemen. Auch im energetischen Bereich werden wir Weichen stellen. Es geht nicht mehr nur um die einfache Dämmung der Wohngebäude oder den Einbau einer neuen Heizung.


















